Stock Calculator

Positionsgrößenrechner

Lege erst das Risiko fest, dann die Aktienzahl: Kontogröße, Risikoprozentsatz, Einstieg und Stop ergeben die Position, die beim Erreichen des Stops genau den gewählten Betrag verliert.

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Die Formel für die Positionsgröße

Die Positionsberechnung dreht den üblichen Aktienkauf um. Statt „Wie viele Aktien kann ich mir leisten?“ fragt sie: „Bei wie vielen Aktien bleibt mein Verlust innerhalb der gewählten Vorgabe?“:

shares = (account × risk%) ÷ |entry − stop|

Alles in dieser Formel kannst du vor der Transaktion steuern. Konto und Risikoprozentsatz bestimmen, wie viel Geld du zu verlieren bereit bist; der Abstand zwischen Einstieg und Stop zeigt, wie viel davon eine Aktie verbrauchen kann. Beachte, was fehlt: Überzeugung, Kurspotenzial, wie gut die Gelegenheit aussieht. Positionsgröße ist reine Verteidigung; der Angriff steckt im Chance-Risiko-Verhältnis.

So verwendest du den Rechner

  1. Kontogröße eingeben. Das Gesamtkapital, auf das sich der Risikoprozentsatz bezieht — im Beispiel $10,000.
  2. Risikoprozentsatz wählen. Welchen Anteil des Kontos eine Verlusttransaktion kosten darf. 1% ist üblich; das Feld akzeptiert Dezimalzahlen.
  3. Einstieg und Stop eingeben. Der geplante Kaufkurs und der Ausstiegskurs, falls du falschliegst — hier $50 und $48.
  4. Aktienzahl und Kosten ablesen. Shares = (account × risk%) ÷ (entry − stop), abgerundet: 50 Aktien, $2,500 — ein Viertel des Kontos, mit genau $100 Risiko.

Der Fehler, den es zu vermeiden gilt

Positionsgrößen nach Gefühl — eine „kleine“ Position von $2,000 oder eine „große“ von $8,000 — entkoppeln Verluste von deinem Plan. Der Verlust hängt nämlich vom Stop-Abstand ab, nicht von der Positionsgröße. Eine Position von $2,000 mit 20% Stop verliert $400; eine von $8,000 mit 2% Stop verliert $160. Die Forschung zur Prospect Theory zeigt, dass Verluste ungefähr doppelt so stark schmerzen, wie Gewinne erfreuen. Genau deshalb sollte der Verlust vorab feststehen. Der Artikel zum Dispositionseffekt verbindet diese Psychologie mit tatsächlichem Anlegerverhalten.

FAQ zur Positionsgröße

Wie wird die Positionsgröße aus einem Stop-Loss berechnet?

Zwei Divisionen. Zuerst der Risikobetrag: account × risk% — ein Konto mit $10,000 bei 1% Risiko setzt $100 aufs Spiel. Dann das Risiko je Aktie: |entry − stop| — Einstieg $50 und Stop $48 bedeuten $2 Risiko je Aktie. Shares = $100 ÷ $2 = 50 Aktien, zu Kosten von $2,500. Der Stop-Abstand, nicht das Konto, bestimmt die Aktienzahl.

Was ist die 1%-Regel?

Eine Konvention zur Positionsgröße: Je Transaktion höchstens 1% des Kontos riskieren, damit dich weder ein Verlust noch eine schlechte Serie aus dem Spiel nimmt. Zehn Verluste von jeweils 1% lassen 90.4% übrig; zehn Verluste von 10% nur 34.9%. Je tiefer du fällst, desto stärker arbeitet die Erholungsrechnung gegen dich, wie die Tabelle zur Verlustaufholung zeigt.

Warum rundet der Rechner die Aktienzahl ab?

Aufrunden würde mehr riskieren als gewählt. Abrunden hält das Risiko auf oder unter deiner Vorgabe. Unterstützt dein Broker Aktienbruchteile, aktiviere die Option für die exakte Zahl: $100 Risiko bei $3 je Aktie ergibt 33.3333 Aktien. Das Abrunden auf ganze Aktien hält das tatsächliche rechnerische Risiko meist etwas unter der Vorgabe, niemals darüber.

Was ist, wenn die berechneten Kosten mein Kontoguthaben übersteigen?

Das passiert bei einem sehr engen Stop: Das Risiko je Aktie sinkt, die Aktienzahl schwillt an. Der Rechner weist darauf hin — für so viele Aktien wäre ein Hebel nötig, mit zusätzlichen Kosten und Risiken, die diese Seite nicht modelliert. Ein größerer Stop-Abstand oder ein kleinerer Risikoprozentsatz bringt die Position wieder innerhalb des Kontoguthabens.